Freitag, 24. August 2012

Reisestation 9 Teil 1...

... bei Mirka in Enkirch an der Mosel vom 23.08. bis


Bussii war total begeistert - er hatte sich ja schon seit ein paar Wochen
auf Hasel gefreut. Die beiden haben sofort Freundschaft geschlossen und
möchten auch gemeinsam ein paar Ausflüge machen.
Nach der ausgiebigen Begrüßung ging es dann erst mal zum Mittagessen zum Italiener.
Der Riesling (nicht aus Italien, sondern hier aus dem Dorf) hat Hasel nach der Reise
sehr gut geschmeckt. Er bekam allerdings nicht gleich zwei Gläser, sondern nur einen kleinen Schluck zum Probieren.
Dann hatte er auch sowieso schon wieder anderes im Sinn, denn auch beim
Italiener hat er sofort einen neuen Freund gefunden :-)
Nachdem wir uns alle ausgiebig gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zur Fähre über die Mosel. Unterwegs kommt man an der Brücke über den Großbach vorbei, der allerdings den Namen momentan nicht verdient, weil er nur sehr wenig Wasser führt. Bei Hochwasser allerdings kann er richtig groß werden und auch sein Bett verlassen ... dann wird's ungemütlich und man sollte zumindest mal langsam seine Gummistiefel suchen...
Auch an dieser Tafel kommt man auf dem Weg zur Fähre vorbei. Dass Enkirch ein wirklich schönes und sehenswertes Dorf ist, hat es 1983 sozusagen "schriftlich bekommen". Auch in diesem Jahr macht es beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mit und hat schon die erste Runde auf Kreisebene gewonnen.
Von hier kann man die Mosel schon sehen.
Erst müssen wir noch am Wohnmobilstellplatz vorbei ...
... aber dann sind wir am Fähranleger angekommen, wo dieses Schild steht.
Hier ist der "Greeting Point" der Enkircher Webcam, von wo man seinen Freunden
und Bekannten zuwinken kann.
Das Abenteuer beginnt. Wir sind auf der Fähre und legen gleich ab.
Huiiii ... sooo viel Wasser. Aber es macht Spaß auf dieser lustigen kleinen Fähre zu fahren.
Ein Blick zurück nach Enkirch.
In Kövenig angekommen können wir noch einen Blick auf die Fähre werfen,
die direkt mit den nächsten Fahrgästen die Rückfahrt antritt.
Im Hintergrund sieht man den Wohnmobilstellplatz und einen Teil der Weinbergslagen Steffensberg und Monteneubel.
Böse (Enkircher) Zungen behaupten, das schönste an Kövenig sei der Blick auf Enkirch ... die Antwort kommt dann aber prompt: Das schönste an Enkirch ist der Blick von Kövenig ;-)
Der Anleger, den man jetzt im Hintergrund sieht, ist nicht der von der Fähre (der ist weiter links), sondern der von den weißen Ausflugsschiffen, die die Mosel rauf und runter fahren.
Während wir uns auf der Terrasse des Gasthauses einen Kaffee genehmigen, genießt Hasel die Aussicht. Er hat sich beim Italiener ein ganz schönes Bäuchlein angefuttert - die Pasta waren aber auch wirklich gut!
Ein letztes Foto für heute noch mal - eine Postkartenansicht von Enkirch. Links von der Kirche sieht man die Weinbergslage Steffensberg und rechts die Wingerte im Herrenberg. Die helleren Flächen sind ehemalige, heute brachliegende und mit Gräsern ("Unkraut") und teilweise auch mit Büschen bewachsene Weinbergsflächen. Wo man sich noch vor wenigen Jahrzehnten um jeden Quadratmeter Wingert beinahe gekloppt hat, werden jetzt immer mehr Weinberge aufgegeben. Eine Folge der Globalisierung und auch der heutzutage immer notwendigeren "Gewinnoptimierung". Steillagenweinbau ist deutlich arbeitsintensiver, weil fast alles von Hand gemacht werden muss, und deswegen deutlich weniger lukrativ als Weinberge in flacheren Lagen, wo man viel mehr Maschinen einsetzen kann.

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