Dienstag, 25. Juni 2013

Reisestation 37 Teil 2....

... bei lubig2 in Wipperfürth vom 31.05. bis 08.06.2013

Nun zeige ich Euch Wipperfürth – na ja, zumindest ein paar Ecken davon ;)
 


Das Städtchen ist recht klein, es gehören sehr viel umliegende
Ortschaften dazu – da gäbe es auf jeden Fall auch noch eine ganze
Menge zu entdecken.
Das hier ist die kath. Pfarrkirche St. Nikolaus
http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Nikolaus-Kirche_(Wipperf%C3%BCrth)
Die Kirche stammt aus dem 12. Jhd., ist aber bei mehreren
Stadtbränden beschädigt worden, immer wieder repariert und
dabei aber auch umgebaut worden.
Sie ist innen recht düster.
Die ev. Kirche hingegen ist schlicht und lichtdurchflutet.
Diese Kirche hatte es allerdings nicht leicht. 1793 errichtet
brannte sie beim großen Stadtbrand von 1795 völlig aus.
Da der ev. Gemeinde die Mittel fehlten um schon wieder
eine Kirche zu bauen, gab es erst 1877 wieder eine ev. Kirche.
 Im Vordergrund sieht man den Münzschläger.
Wipperfürth hatte eine zeitlang das Recht Münzen zu prägen.
Daran erinnert diese Bronzskulptur.
Die ev. Kirche und der Münzschläger stehen am Marktplatz.
Wenn man sich weiter nach rechts dreht, hat man den Blick auf
die zwei einzigen Häuser, die den fürchterlichen Stadtbrand 1795 überlebt haben.

Noch weiter gedreht, sieht man dann das Rathaus.
Im Vordergrund steht die Statue von Erzbischof Engelbert von Berg.
Er ist der Stadtpatron von Wipperfürth.


In Wipperfürth gibt es viele der ortstypischen verschieferten Häuser.

An der Hochstraße findet man auch noch einen kläglichen Rest der alten Stadtmauer.


Der Name Wipperfürth stammt vom Fluß Wipper/Wupper und der Furth, die es an dieser Stelle gab.
Das Flüsschen ändert in Wipperfürth seinen Namen, bis dahin ist es die Wipper und danach heißt es Wupper.
Kennt Ihr die Redewendung „über die Wupper gehen“???
Es gibt mehrere Deutungen dafür, zwei davon gehen auf die Stadt Wuppertal zurück, das erzählt Euch vielleicht meine Besitzerin bei Gelegenheit.
Die (angeblich) wahrscheinlichste Deutung hat was mit Oberbergischen zu tun.
Die Grenze zwischen der Grafschaft Mark, die an die Preußen gefallen war und dem Herzogtum Berg, folgte dem Flusslauf. Damals wurden von den Preußen viele Männer rekrutiert – nicht immer freiwillig. Um also diesen Werbern zu entkommen, gingen sie „über die Wupper“ ins Bergische.

Bis 1995 gab es in Wipperfürth auch einen Bahnhof.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wippertalbahn
 Inzwischen ist die alte Eisenbahnstrecke weitgehend in einen
Radweg umgebaut, auf dem man (wenn er dann mal fertig ist) von Olpe bis Hattingen (über Wuppertal ~ggg~) fahren kann.
http://www.panorama-radwege.bahntrassenradeln.de/
An diesem Radweg findet man auch diese bunte Graffiti-Wand,
die ich besonders cool finde.
Hier dürfen sich Sprayer nämlich ganz offiziell austoben!

 


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