Hier lasse ich mir genüsslich das
Eis schmecken, im Hintergrund sieht man die Reste der Klostermauern.
In den 1980er Jahren legten
Archäologen die Fundamente des ehemaligen Benediktinerklosters frei, das von
1102 bis 1647 zu den geistigen Machtzentren Norddeutschlands zählte. Es gab im
Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur wenige Klöster, die dem Papst direkt
unterstellt waren – das Kloster Harsefeld gehörte dazu. Im Laufe der
Nachklosterzeit verfiel jedoch ein großer Teil der Klosteranlage.
Nachdem
die Archäologen des Landkreises Stade jeden Stein, jedes Fundstück, jede
Grabstätte mit ihren Gebeinen nummeriert und archiviert hatten, ließen sie die
Fundamente der Klosterklausur und Mauern bis zu einem Meter Höhe wieder
aufmauern – als sichtbares und begehbares Bodendenkmal. Gleichzeitig ließ die
Samtgemeinde Harsefeld den ehemaligen Wirtschftshof und seine angrenzenden
Teile durch den Hamburger Landschaftsarchitekten Lindenlaub zu einem
Klosterpark anlegen, was in den 1990er Jahren zu einer Auszeichnung im
Wettbewerb „Natur im Städtebau“ führte.
Eine weitere Auszeichnung kam 2003 dazu, als der Klosterpark im Rahmen eines
EU-Projektes zu einem Leuchtturm der Garten- und Parkszene ausgewählt wurde.
Die Ursprünge des Klosterparks gehen viele Jahrhunderte zurück in die Zeiten
des Klosters und später des Amtes Harsefeld. |
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