Sonntag, 25. August 2013

Reisestation 43 Teil 1...

... mit Stadtkind in Harsefeld, Stade und Buxtehude vom 07.08. bis 11.08.2013
 

Gestartet sind Stadtkind und ich an einem herrlichen Sonntag hier:
Im Stader Stadthafen kann man an 160 Meter modernen Schwimmstegen mit Stromanschluss festmachen und liegt so direkt im Stadtzentrum. Insbesondere an Wochenenden ist der Hafen mit Gastbooten gut belegt.
 
In einer Nebenstraße zur Fußgängerzone findet man einen netten sehr kleinen Gebrauchtbücher-Laden. In der Auslage gibt es öfter mal auf den ersten Blick tolle Bücher für kleines Geld. Im Laden muss man ein wenig stöbern, er ist durch die Enge recht vollgestopft ;)
So sieht die Straße aus Richtung Stadthafen aus: Erst kommen ein paar Restaurants bei denen man auch schön draußen sitzen kann, nach der Kurve kommt der Bücherladen und ein Stück weiter ist man direkt in der Fußgängerzone.
Der Alte Hansehafen liegt in der historischen Altstadt und ist ein Binnenhafen an der Schwinge. Der Hafen wird über seine gesamte Länge von zwei Straßenzügen mit historischen Fachwerkhäusern eingerahmt. Die Häuser am Wasser West gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück, die am Wasser Ost sind nicht ganz so alt, da die ursprüngliche Bebauung dem Stader Stadtbrand 1659 zum Opfer fiel. Im Südwesten wird der Hafen durch die Hudebrücke am Fischmarkt, eine backsteingemauerte Bogenbrücke, begrenzt. Im Nordosten befindet sich seit 1792 das Schwingesiel neben dem 1705 fertiggestellten Schwedenspeicher.
Der Alte Hansehafen wurde im Mittelalter, um das Jahr 1000 angelegt. Davor wurde der Schiffsverkehr über eine natürliche Schiffslände abgewickelt. Um 1300 wurde das Hafenbecken verschwenkt und befindet sich seit dieser Zeit an seinem heutigen Platz. Die Geschichte des Hafens konnte durch eine umfangreiche Ausgrabung der Stadtarchäologie Stade näher beleuchtet werden. Dabei kamen zahlreiche Funde aus der Zeit von 1000 bis 1989 zutage.
Auf der Südwestseite am Fischmarkt steht der Akte Kran, er wurde 1977 nach Lüneburger Vorbild rekonstruiert. Der ursprüngliche Tretkran war 1898 abgerissen worden, er diente vormals zum Be- und Entladen der Ewer. Seit den 1970er Jahren ist der Hansehafen zwar nicht mehr schiffbar, wegen seines pittoresken Charmes hat er sich seitdem aber zum Tourismusmagnet entwickelt. So werden die historischen Kaimauern heute vorwiegend gastronomisch genutzt, insbesondere während des Sommerhalbjahres.
Auf dem Rückweg zum Auto sind wir am Schleusenhaus (dort gibt es regelmäßig Kunstausstellungen) vorbeigekommen. Zu gerne wäre ich ja auf dieses tolle Schiff geklettert, es war aber leider trotz aller Bemühungen von Stadtkind und mir einfach zu hoch.
Bei dem schönen Wetter sind wir dann weiter in das Alte Land, zur Elbe gefahren.
Hier kann man schön auf dem Deich spazieren gehen, oder unten am Deich mit dem Rad fahren.
Hier musste selbst die Polizei im Einsatz kapitulieren: Geöffnete Klappbrücke am Lühe Sperrwerk.
Ein weiter Blick vom Deich in das Alte Land hinein. Hier habe ich übrigens von Stadtkind den Spitznamen "Knicköhrchen" bekommen. Weiß ja nicht, wie ich das finden soll...
Typisch für das Alte Land sind natürlich die riesigen Felder mit dem leckeren Obst. Auf dem Rückweg konnte ich hier ein kleines Päuschen einlegen.
Zentrale Anlaufstelle in Harsefeld: Das Eis-Café. Dort trifft sich das ganze Dorf im Sommer, ist nämlich die einzige Eisdiele ;) Schmeckt aber auch alles sehr gut dort.
Blick auf die ev.-luth. Kirche, von dieser Seite mit viel Grün davor :)
Im Klosterpark findet man ab und an solche informativen Hinweisschilder und eine Wegbeschreibung.
Hier lasse ich mir genüsslich das Eis schmecken, im Hintergrund sieht man die Reste der Klostermauern.
In den 1980er Jahren legten Archäologen die Fundamente des ehemaligen Benediktinerklosters frei, das von 1102 bis 1647 zu den geistigen Machtzentren Norddeutschlands zählte. Es gab im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur wenige Klöster, die dem Papst direkt unterstellt waren – das Kloster Harsefeld  gehörte dazu. Im Laufe der Nachklosterzeit verfiel jedoch ein großer Teil der Klosteranlage.
Nachdem die Archäologen des Landkreises Stade jeden Stein, jedes Fundstück, jede Grabstätte mit ihren Gebeinen nummeriert und archiviert hatten, ließen sie die Fundamente der Klosterklausur und Mauern bis zu einem Meter Höhe wieder aufmauern – als sichtbares und begehbares Bodendenkmal. Gleichzeitig ließ die Samtgemeinde Harsefeld den ehemaligen Wirtschftshof und seine angrenzenden Teile durch den Hamburger Landschaftsarchitekten Lindenlaub zu einem Klosterpark anlegen, was in den 1990er Jahren zu einer Auszeichnung im Wettbewerb „Natur im Städtebau“ führte.
Eine weitere Auszeichnung kam 2003 dazu, als der Klosterpark im Rahmen eines EU-Projektes zu einem Leuchtturm der Garten- und Parkszene ausgewählt wurde. Die Ursprünge des Klosterparks gehen viele Jahrhunderte zurück in die Zeiten des Klosters und später des Amtes Harsefeld.
 

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