Sonntag, 25. August 2013

Reisestattion 44 Teil 1...

...mit Wuselhase in Halle/Saale vom 13.08. bis 22.08.2013


Bei Wuselhase zuhause und bereit für die Stadtrundfahrt im Extra-Sicherheitshasensitz. Das Glöckchen bekam ich, weil Wuselhase Angst hatte, mich zu verlieren. Jetzt bin ich wie sie ein echter Hallunke. Das sind nämlich die Leute, die nach Halle gezogen sind im Gegensatz zu den Hallensern, den in Halle Geborenen, und den Halloren, den Salzbrüdern.
Auf dem Marktplatz beim bunten Treiben. Links ist die Marktkirche „Unser Lieben Frauen“ mit 4 Türmen, in der Mitte das rote Marktschlösschen (die Touri-Info) und rechts der Rote Turm (der Name wegen des dort früher abgehaltenen Blutgerichts am Roland). Auf dem Markt gibt es noch die „Hallesche Verwerfung“ als tektonische Störung, die man über ein Sichtfenster sehen kann.
Zu Gast beim berühmtesten Sohn der Stadt Georg Friedrich Händel auf dem Marktplatz, der die Noten seines „Messiah“ in den Händen hält und nach London blickt, wo er gewirkt hat. Wuselhase musste mich ganz schön weit hochheben, damit ich ihn ansehen konnte.
In diesem Haus wurde Händel geboren. Heute ist das ein interessantes Musikmuseum und darin viele Instrumente, Gemälde und die Geschichte von Händel zu sehen. Der Mann war echt talentiert.
Hier habe ich etwas über die Geschichte des Hauses nachgelesen. Übrigens stammt auch der ehemalige Außenminister Genscher aus Halle, aber sein Geburtshaus liegt etwas außerhalb und das war uns zu weit zu fahren ;-).
Die Moritzburg am Rand der Altstadt als Residenz der Magdeburger Erzbischöfe. Heute befinden sich hinter den Mauern ein bekanntes Kunstmuseum und eine Diskothek in einem alten Wehrturm. Als ich mit Wuselhase da war, gab es eine Ausstellung von Helme Heine.
Am Hauptgebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Keine Sorge, der Löwe hat mir nix getan. Wir haben uns gut unterhalten und ich darf auf jeden Fall gerne wiederkommen.
Auf den Joliot-Curie-Platz mit Blick auf das Opernhaus. Die Fontäne war früher im Krieg ein Feuerlöschteich, jetzt ist es ein beliebter Treffpunkt für junge und alte Menschen und Häschen wie mich. Das rote Kreuz an der Oper ist nur Werbung für die Kultur in Halle.
Der Joliot-Curie-Platz auf der anderen Seite mit Blick auf die Hauptpost. Die Blumenbeete werden jedes Jahr farbenfroh bepflanzt.
Das Museum für Vorgeschichte mit der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra. Leider darf man die nicht fotografieren, sie ist eh zu dunkel, aber ich habe mir sie trotzdem mit Wuselhase angesehen. Sehr beeindruckend.
Als wir noch mal über den Marktplatz gefahren sind, haben wir uns ein paar Minuten beim Beachvolleyball-Turnier ausgeruht. Ich weiß aber nicht mehr, wer gewonnen hat. Wuselhase hat mir extra eine Hasen-Strandliege besorgt. Im Hintergrund sieht mal links den Ratshof aus den Dreißiger Jahren und rechts das Stadthaus als Sitzungs- und Festgebäude.
Der Eselsbrunnen am Alten Markt. Der Sage nach schreiten ein Müllerburschen und sein Esel über Rosen, die eigentlich dem zu erwartenden Kaiser Otto I. gestreut worden waren. Aber der hatte wegen Saale-Hochwassers seinen Weg in die Stadt kurzfristig ändern müssen. Oft ist der Brunnen auch mit echte Rosen geschmückt.
Ein paar Schritte hinter dem alten Markt befindet sich Deutschlands einziges Beatlesmuseum in einem historischen Gasthaus. Es ist das drittgrößte Beatlesmuseum der Welt nach Liverpool und Buenos Aires. Überall aus den Fenstern hört man Beatles-Songs. Da habe ich gleich mit Wuselhase mitgesungen und getanzt.
Vor den Franckeschen Stiftungen. August Hermann Francke ließ hier eine Schulstadt für Arme, Waisen und andere Kinder errichten. Heute ist ein Teil davon die größte Fachwerkkonstruktion Europas und gehört unter anderem auch der Uni. Sehenswert sind auch die alte Bibliothek und die Naturalienkammer. Mit den Dingen dort hat Francke den Kindern die Welt und andere Kulturen erklärt. Das große Krokodil an der Decke hat mir schon etwas Angst gemacht.
Vor dem Hauptbahnhof. Das ist ein Inselbahnhof, weil zu beiden Seiten die Gleise entlang laufen. Ich habe hier so viele verschiedene Züge entlang fahren sehen. Es gibt in Halle auch noch einen historischen Bahnhof mit alten Dampfloks, aber die hatten heute leider zu.
Die Saline ist Namensgeber der Stadt Halle, denn halin bzw. halos ist das griechische Wort für „Salz“. Die Bürger verdienten früher ihr Geld mit der Salzgewinnung hier und auf dem Hallmarkt hinter dem Marktplatz (dort war grad Kirmes) und diese Tradition lebt auch heute noch mit den Salzbrüdern, den Halloren, weiter. Die Saline ist übrigens das einzige salzproduzierende Museum Deutschlands, dessen Salz man hier ganz normal im Laden kaufen kann.
Nach so vielen Entdeckungen haben Wuselhase und ich uns im Hof der Neuen Residenz gemütlich gemacht. Der wird jeden Sommer und Winter vom Beruflichen Bildungswerk gestaltet und ist für viele Hallenser eine kleine Oase im Trubel der Stadt. Gemütlich und wunderschön, nicht wahr?
Mir geht’s gut! Und mein Bäuchlein ist deshalb so rund, weil da grad eine leckere Eisschokolade reingerutscht ist ;-). Übrigens sollte die von Kardinal Albrecht von Brandenburg errichtete Residenz mal Uni werden. Aber so ist’s besser *hihi*. So, jetzt nach Hause. Morgen geht’s weiter.

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