Sonntag, 25. August 2013

Reisestation 44 Teil 2...

...mit Wuselhase in Halle/Saale vom 13.08. bis 22.08.2013
 
Der Tag fängt genauso gemütlich an, wie er gestern aufgehört hat. Wuselhase will heute mit mir hoch hinaus, aber zuerst lerne ich die Saale kennen. Hinter mir liegt die Kröllwitzer Brücke und die Burg Giebichenstein, die zweite große Burg neben der Moritzburg in Halle. Zwei Burgen in einer Stadt sind schon sehr selten.

Das ist doch mal ein großes Pferd am Brückenpfeiler. Wuselhase hat mir erzählt, dass das Wasser beim großen Hochwasser im Juni mit 8,10m bis zum Pferdemaul stand. Ganz schön hoch. Da ging auch viel kaputt. Dann wäre ich jetzt schon unter Wasser und ich kann doch nicht schwimmen. Aber das muss ich ja heute auch nicht ;-).
Willkommen auf der Burg Giebichenstein mit einem schönen Blick auf Halle-Kröllwitz und dem berühmten „Krug zum Grünen Kranze“ rechts am Saaleufer. Die Kabel wurden schon für das große Laternenfest in zwei Wochen vorbereitet, bei der dann auch die Burg im Licht erstrahlt.
Hui, ist das hoch hier. Auf der Saale ist echt was los – von großen Passagierschiffen bis hin zu kleinen Tretbooten habe ich hier viel Bootsverkehr gesehen. Gegenüber auf dem Felsen liegt die Bergschänke und links im Hintergrund sieht man die Uniklinik.
Das ist der noch erhaltene Torturm der Oberburg. Der Rest der Oberburg ist nach einem großen Brand im Dreißigjährigen Krieg Ruine, aber die Unterburg ist so gut erhalten, dass sich dort heute die Kunsthochschule Giebichenstein befindet.
Vom Torturm aus hat man einen schönen Blick auf die Ruine, Halle und natürlich die Saale. Die Burg Giebichenstein ist übrigens die älteste aller Burgen an der Saale, im Vergleich zur Moritzburg, die die Jüngste ist. Verrückt, oder? Links auf der Ruine war früher mal mit viel Phantasie eine Kapelle und rechts hinten ein Wohnturm.
Endlich wieder unten. Jetzt bin ich mit Wuselhase auf der Peißnitz, einer Insel als Naherholungsgebiet und Naturschutzgebiet inmitten der Saale, der Halle und Halle-Neustadt trennt. Und was Köln mit der Hohenzollernbrücke kann, kann Halle mit der Peißnitzbrücke schon lange. Hmmm, vielleicht kriege ich ja auch mal so ein tolles Liebesschloss?
Wir sind ganz schnell gerannt, weil grad der Peißnitzexpress angefahren kam. Das ist eine kleine Schmalspureisenbahn, die seit 1960 auf einem 2km langen Gleis über die Peißnitz fährt und von Kindern geleitet wird. Das ist ein toller Spaß für Groß und Klein. Zum Glück wurden der Zug und alle Waggons rechtzeitig vor dem großen Hochwasser gerettet.
Jetzt haben wir so viel Altes gesehen, da brauche ich mal eine Abwechslung und Abkühlung. Jetzt bin ich in Halle-Neustadt, da wo Wuselhase wohnt. „HaNeu“ wurde 1964 erbaut und war als „Chemiearbeiterstadt Halle-West“ bis 1990 eine eigene Stadt. Das ist der Hodscha-Nasreddin-Brunnen vor dem Neustädter Rathaus. Such mich!
Der „Block 10“ war das größte in der DDR gebaute Wohnhaus mit drei Durchgängen am „Gastronom“. Heute ist es ein Altersheim. Ja, auch Plattenbau kann interessant sein und von Platte gibt es in HaNeu reichlich. Wuselhase wohnt auch in einem Plattenbau, aber kleiner als der hier. Und alles ist schön grün. Nächstes Jahr gibt es dann ein großes Jubiläum.
Von hier oben aus habe ich einen echt schönen Blick auf Neustadt. Die fünf gleichen Hochhäuser links im Hintergrund sind die sogenannten „Scheiben“ und prägen immer noch das Stadtbild von Neustadt, obwohl vier davon schon seit 20 Jahren leer stehen. Schade eigentlich.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wuselhase meinte, dass ich das unbedingt gesehen haben muss. Es gibt hier also nicht nur Salz sondern auch SUPERLECKERE Schokolade aus der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands. Wuselhase ist verrückt danach!!! Und der Trabbi ist echt scharf, oder?
Jetzt bin ich ein echtes Grid- bzw. Race-Bunny *smile*. Das Logo zeigt übrigens einen Halloren, dessen Knöpfe Vorbild für die heutigen Hallorenkugeln sind. Aber es gibt dort außer Hallorenkugeln noch so viele andere Leckereien. Lasst uns mal reingehen!
Nachdem wir im Schokoladenmuseum waren, wo es auch so herrlich nach Süßigkeiten duftet, kamen wir einfach nicht am Lagerverkauf vorbei. Wir wollten ja beide NUR gucken, sieht man ja an der Ausbeute *hihi*. Und die habe ich dann ganz alleine vor dem Fernseher verputzt und Wuselhase NIX abgegeben *schmatz*.
Nach so vielen Erlebnissen und Eindrücken hat mich Wuselhase zum Abschluss noch zu einer großen Hasenportion Tagliatelle mit Käse-Kräutersauce zuhause eingeladen, natürlich selbstgekocht! Und selbst aufgegessen ;-). Ich glaube, ich habe ein bisschen zugenommen. Hoffentlich reicht das Porto noch.
So ein glückliches Häschen
 

1 Kommentar:

  1. Es gibt übrigens ein Gedicht von Joseph von Eichendorff, das einen guten Bezug zu Halle nimmt, denn in der ersten Strophe heißt es:

    Da steht eine Burg überm Tale
    Und schaut in den Strom hinein,
    Das ist die fröhliche Saale,
    Das ist der Giebichenstein.

    AntwortenLöschen